Osterprogramm

23. März 2008

Laut Spiegel Online haben sich zwei deutsche Bischöfe über das Fernsehprogramm dieser Tage beschwert. Die Auswahl an Spielfilmen bei den privaten Fernsehsendern sei „natürlich auch kein angemessener Umgang mit der Osterbotschaft“.

Mal abgesehen davon, dass (Achtung, Kalauer!) ein Film mit dem Titel „Stirb langsam“ für Karfreitag nicht ganz falsch sein kann: Was erwarten denn die Herren Bischöfe? Monumentale Bibelverfilmungen? Seichte Familienunterhaltung? Jürgen Fliege?

Ich möchte mir gar nicht ausmalen, wie auf manchem Fernsehsender ein inhaltliches Osterprogramm aussehen könnte. Auf eine Aufarbeitung des Ostergeschehens im Stil von „Stern TV“, „Galileo Mystery“ und „Akte — Reporter decken auf“ kann ich gern verzichten. Wie ein Osterprogramm in den Privaten aussehen könnte, haben die Macher von Switch Reloaded überspitzt, aber — wie ich fürchte — durchaus treffend dargestellt. Und was ist so falsch an einem Osterprogramm, an dem gezeigt wird, wie ein Einzelner unter Einsatz seines Lebens andere rettet?

Wer sich unterhalten lassen will, wird offensichtlich zu Ostern von den Fernsehsendern gut bedient. Zur Beschäftigung mit dem, was Jesus für uns getan hat, gibt es sowieso nur eine TV-Alternative: Fernseher ausschalten!

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